Babytragen im Winter

veröffentlicht von Kerstin am 4. January 2012

Wenn im Winter der Schnee nicht nur für die Autofahrer zum Problem wird, sondern auch für die KinderwagenfahrerInnen – spätestens dann erkennt so mancher wie praktisch es ist, sein Baby zu tragen statt zu schieben.

Aber schon vorher macht es Sinn, das Baby zu tragen. Am besten ist es, es mit unter die Jacke zu nehmen, das steht fest (das empfiehlt auch das DRK). Dann nämlich teilen sich Tragling und Trageperson die Körperwärme. Besonders kleine Babys können ihren Wärmehaushalt noch nicht gut regulieren, sind sie doch noch die gleichmäßige Wärme im Mutterleib gewohnt. Nah am Körper des Erwachsenen werden die Kleinen aktiv gewärmt, statt nur gut isoliert wie im Kinderwagen. Du spürst leicht, wenn es dem Baby zu kalt oder ggf. auch zu warm sein sollte. Und du mußt es nicht besonders dick anziehen. Die normalen Sachen wie du sie ihm drinnen anziehst reichen aus (wenn du selber eine angemessen dicke Jacke trägst). Trägst du dein Baby dagegen in dickem Anzug über deiner Jacke, mußt du in der Regel auch die Tragehilfe auf die dicken Sachen neu einstellen und anpassen (und dann wieder “zurückbauen”, wenn die Stoffschichten wieder wegfallen). Auch ein Tragetuch läßt sich auf dicken, teils rutschigen Winterjacken schlecht binden.

Bekommst du deine normale Winterjacke noch zu, Glück gehabt. Oder du ziehst eine übergroße Jacke an, vielleicht die vom Partner. Optisch nicht gerade der Knaller 😉

Läßt sich deine Jacke nicht mehr schließen, kannst du auch ein Tragecover verwenden. Das wird mit Bändern über das Baby in der Tragehilfe “geschnallt”. Darüber ziehst du deine Jacke, die aber (ganz oder größtenteils) offen bleibt. So kann es bei widrigen Wetterverhältnissen auch mal reinziehen. An- und Ablegen der eigenen Jacke und dann des Covers benötigt zudem einige Handgriffe.

Jackenerweiterung für den WinterDie Kumja Jackenerweiterung ist da eine schnelle, unkomplizierte Alternative. Du ziehst einfach deine Jacke mit dem eingezippten Einsatz wie gewohnt an. Du und dein Baby sind gut und dicht eingepackt und eine Einheit. Kommst du aus der Kälte ins Warme, gehst z.B. mal kurz in den Supermarkt, machst du einfach deine Jacke auf oder ziehst sie aus.

Eine weitere Möglichkeit ist es, eine spezielle Tragejacke zu kaufen. Damit kannst du dein Baby auch auf dem Rücken tragen. Das wird meist etwa mit dem ersten Lebensjahr interessant. Die meisten Jacken sind allerdings nicht wirklich auf niedrige Temperaturen, bzw. temperaturempfindliche TrägerInnen (die sog. Frostbeulen 😉 ) ausgelegt. Auf uns wirkten bisher alle Tragejacken eher wie Übergangsjacken – ausgelegt für einen breiten Temperaturbereich. Was aus ökonomischer Sicht auch verständlich ist, denn wer würde sich in unseren Breiten schon eine richtig warmeTragejacke speziell für den Winter zulegen, die dann für Frühling und Herbst wieder schnell zu warm ist. Davon abgesehen gibt es schöne, sehr funktionelle Modelle, die eben speziell für´s Tragen gemacht sind. Für Eltern, die viel und lange tragen (besonders auch auf dem Rücken) auf jeden Fall eine Überlegung wert.
Auch mit Jackenerweiterung und dem “Kumja HuckePack” ist Rückentragen möglich. Du kannst deine Jacke entweder selber umarbeiten oder unseren Nähservice in Anspruch nehmen…

Unabhängig von der Jackenfrage sollte das Baby im Winter natürlich eine dicke Mütze tragen, denn die meiste Wärme wird über den Kopf abgegeben, der in Relation zum Körper noch sehr groß ist. Dicke Socken oder Schuhe sind auch sinnvoll, denn die Füße kühlen sehr schnell aus und stehen auch nicht in direktem, wärmenden Körperkontakt.

Letztlich ist es also eine individuelle Entscheidung für die eine oder andere Lösung des Jackenproblems 🙂

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