Ladenberatung vs. Trageberatung

veröffentlicht von karo am 5. May 2018

Öfters rufen uns Eltern an und wollen direkt einen Termin für eine Trageberatung vereinbaren. Und oft verweisen wir zunächst auf unsere Ladengeschäfte, denn auch da beraten wir natürlich. Erfahre hier, wo die Unterschiede dieser Möglichkeiten liegen und wann du welches Angebot wahrnehmen solltest.

Verkaufsberatung bei MamaMotion

Im Ladengeschäft kannst du einfach ohne Termin vorbeikommen. Das ist ganz praktisch, denn mit Baby ist pünktlich zu sein eine große Herausforderung.

Tragepuppen in verschiedenen Größen - immer zufrieden :)

Tragepuppen in verschiedenen Größen – immer zufrieden 🙂

Wir stellen dann einige gezielte Fragen und können damit normalerweise die Auswahl auf ein oder wenige Systeme eingrenzen. Auch die Optik hat einen Einfluß auf die Auswahl. Du testest zunächst mit Tragepuppe, dann mit Baby – wenn du eins hast 🙂 In der Regel hast du so relativ schnell deine passende Babytrage.

Im Ladengeschäft kommt es häufiger vor, daß mehrere Eltern da sind (manchmal ziemlich viele gleichzeitig). Diese Ballungen lassen sich leider bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Wochenende = Paarberatungszeit) wenig vorhersagen, d.h. es kann sein, daß nur 1 Beraterin im Laden steht. Dann geben wir unser bestes, allen gerecht zu werden. Natürlich gehen wir nach der Reihenfolge, schauen aber auch, daß wir wartende Kunden schnell mit einbeziehen, wenn sich Fragen thematisch decken. Außerdem gucken wir auch, daß wir z.B. Müttern, die in der Wochenbettzeit mit kleinem, quengelnden Baby zu uns kommen, zügig helfen.

Wenn du eine breite und ausführliche Beratung suchst, solltest du in Erwägung ziehen, eine Trageberatung zu buchen.

1:1 Trageberatung mit Termin

15. Jahrhundert - seltsam gemalt oder seltsam getragen?

15. Jahrhundert – seltsam gemalt oder seltsam getragen?

Dann hast du garantiert die ungeteilte Aufmerksamkeit der Trageberaterin, die in der Regel zu dir nach Hause kommt. Du kannst – wenn das im Vorgespräch so abgesprochen ist – verschiedenste Tragemöglichkeiten testen. Besonders wenn du ein Tragetuch nutzen willst, lohnt sich eine Trageberatung. Tuchbinden will gelernt sein, wenn es bequem sein soll und bei einer Trageberatung lernst und übst du alle Tricks und Handgriffe. Das dankt dir nicht nur dein Baby, sondern auch dein Rücken 🙂
Trageberatungen vermitteln wir gerne und auch oft im Team. Allerdings ist das eine Dienstleistung, die du direkt bei der jeweiligen Beraterin buchst und die du auch mit ihr abrechnest. Die Kosten besprecht ihr vorab und sie liegen in der Regel um die 30 Euro/Stunde.

Mit oder ohne Baby?

Außerdem stellt sich unmittelbar eine weitere Frage: wann ist der richtige Zeitpunkt, sich eine Trage zuzulegen? Hier gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen und du kannst dir nach Abwägung der Vor- und Nachteile selber ein Bild machen.

Option 1: Ausrüstung vor der Geburt kaufen

Den großen Vorteil werden viele Schwangere bestätigen: das gute Gefühl, die Erstausstattung beisammen zu haben und hinter alles einen Haken setzen zu können 🙂 Und in der Tat ist es wirklich sehr hilfreich, bei einem bedürfnisstarken Baby (Stichworte Schreibaby, Dreimonatskoliken, …) gleich eine Tragehilfe parat zu haben und damit die anstrengende erste Zeit besser meistern zu können. Aber es ist auch einfach schön, gleich nach der Geburt tragen zu können. Empfehlungen, dies erst nach einer Zeit X zu tun, gelten nur für unpassende Tragehilfen. Mit einer geeigneten Trage ist ab Geburt tragen bedenkenlos möglich.
Im Laden haben wir sog. Tragepuppen mit realistischem Gewicht, mit denen sich Tragehilfen gut testen lassen. Ob eine Trage für dich bequem ist, kannst du somit vorab checken.
Ab und zu hören wir die Befürchtung, daß sich das Baby dann aber vielleicht gar nicht tragen lassen will. Da können wir ruhigen Gewissens mit dem Kopf schütteln und auf die Erkenntnisse aus Evolutionsbiologie und Bindungsforschung verweisen. Grundsätzlich sind Menschenbabys Traglinge. Natürlich kann ein Baby in einer Trage unzufrieden sein, das liegt aber oft an einer unpassenden Trage oder an anderen Faktoren. Daß Babys einfach nicht getragen werden wollen, ist eine sehr seltene Ausnahme.

Wenn zwischen Tragehilfenkauf und Geburtstermin eine längere Zeit liegt, kann es dir passieren, daß du unsere Tipps zum Anlegen und Einstellen der Trage vergessen hast oder du unsicher bist. Das kann ein Nachteil dieser Option sein. Du hast allerdings jederzeit die Möglichkeit, wiederzukommen und wir gehen die Schritte nochmal mit dir durch oder schauen uns deine Technik an.

MaMo - bau dir deine Babytrage

MaMo – bau dir deine Babytrage

Schwangeren empfehlen wir aus diesen Gründen – wenn nichts anderes dagegen spricht – gerne unsere MaMo Babytrage, die durch die austauschbaren Beutel in unterschiedlichen Größen sehr einfach im Handling ist. Daß du damit nach vorheriger Erklärung Probleme hast, ist sehr unwahrscheinlich.

Option 2: mit Baby die Tragehilfe aussuchen

Mit dem eigenen Baby sind einfach die realistischsten Bedingungen gegeben. Z.B. hat jedes Baby eigene Proportionen, manche haben einen eher langen Oberkörper, andere sind klein und proper, wieder andere groß und dünn… Manchmal kann das die Auswahl der Tragehilfe beeinflussen. Vielleicht stellst du in der Praxis mit “echtem” Baby auch fest, das das Handling der Trage XY für dich doch nicht so einfach ist wie angenommen.
Das alles merkst du in diesem Fall sofort. Und du bist sofort in der Tragepraxis mit eigenem Baby und kannst alle Fragen direkt klären.

Was es sonst noch gibt: MamaMotion Tragehilfen-Check & Workshops

Immer Mittwochs von 10 – 12 Uhr bieten wir in unseren Ladengeschäften außerdem gratis den Tragehilfen-Check an. Solltest du schon eine Tragehilfe haben – egal, ob bei uns gekauft, oder nicht – und du bist unsicher oder unzufrieden mit der Einstellung, komm vorbei. In der Zeit steht eine weitere Beraterin für genau diese Fragen zur Verfügung. Was in der Zeit aber nicht geleistet werden kann, sind Fragen zum Tuchbinden zu klären.

Je nach Ladengeschäft finden mehr oder weniger regelmäßig außerdem Workshops im Laden statt. Die sind kostenpflichtig und haben verschiedene Schwerpunkte. Auf den jeweiligen Ladenseiten findest du mehr Infos dazu.

MamaMotion Hamburg - Ladenberatung statt Trageberatung

MamaMotion Hamburg – selten so leer 🙂

Und solltest du trotz aller Beratung am Ende mit einer bei uns gekauften Trage einfach nicht klarkommen, finden wir auch dann sicherlich eine Lösung 🙂

Die häufigsten Fragen zum Thema Babytragen findest du übrigens in unserer Elterninfo hier.

 

Veröffentlicht unter (Baby)Tragen, Aktuelles, Ratgeber

Elterninfo: Babytragen – häufige Fragen

veröffentlicht von karo am 12. January 2018

Ein Tragetuch oder ein schnelles Tragesystem gehört mittlerweile zur Grundausstattung junger Eltern. Babytragen erleichtert den Start in die neue Lebensphase immens. Die typischen Fragen dazu erläutern wir hier.

Bekommt mein Baby beim Tragen genug Luft?

Ja, die Sauerstoffsättigung ist bei getragenen und nicht getragenen Babys gleich hoch 1* . Der Atemkanal zwischen Nase und Mund ist schon beim Stillen wichtig und funktioniert auch beim Tragen. Babys können zudem den Kopf von Geburt an drehen. Das tun sie spätestens, wenn bei steigendem CO 2 Gehalt im Blut automatisch eine Aufwachreaktion einsetzt.

1* Stening et al. “Cardiorespiratory Stability of Premature and Term Infants Carried in Infant Slings”, 1 999

Wird mein Kind durch das Tragen unselbstständig?

Körperkontakt und Nähe sind Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken. Babys werden damit nicht unselbstständig, sondern im Urvertrauen nachhaltig gestärkt. Die immernoch verbreitete Angst, das Baby damit zu verwöhnen, ist längst wissenschaftlich widerlegt.

Ab wann kann ich tragen?

Als Mutter solltest du das Wochenbett ernst nehmen und dich nicht zu früh belasten. Mit einer geeigneten Tragehilfe kannst du dein Baby aber grundsätzlich sofort ab Geburt tragen. Anfangs ist Babys Rücken gerundet und es nimmt die typische Anhock-Spreiz-Haltung ein (s. Abbildung). Diese Haltung mit angezogenen und leicht gespreizten Beinen muß eine Trage ermöglichen und dein Baby dabei fest und sicher stützen.

Entwicklung Wirbelsäule im ersten Lebensjahr

Ist Tragen gut für Babys Rücken?

Ja, das aufrechte Tragen stimuliert Wirbelsäule und Hüftgelenke und fördert eine gesunde Entwicklung , denn evolutionsbiologisch sind Menschenbabys Traglinge: sie sind auf das Getragenwerden eingestellt. Das Baby nimmt sich selber und seine Umgebung intensiv wahr und kann sich gleichzeitig sicher und geborgen fühlen.

Bekomme ich davon nicht Rückenschmerzen?

Das sollte definitiv nicht passieren. Oft ist die Tragehilfe dann nicht gut eingestellt oder das Tragetuch zu locker gebunden. Die Belastung der Wirbelsäule wird minimiert, indem Babys Körperschwerpunkt eng an die Trageperson rückt. Das Gewicht muß natürlich getragen werden. Dabei wächst deine Muskulatur aber mit ihren Aufgaben und mit dem Gewicht des Babys. Beginnst du früh mit dem Tragen, gewöhnst du dich daran und wirst nebenbei wieder fit.
Grundsätzlich werden Babys sowieso getragen. Das Tragen auf dem Arm ist allerdings anstrengender und belastender als bei der Verwendung von Tuch oder Trage.

Wie lange darf ich mein Baby tragen?

So lange wie es gefällt. Das gilt sowohl für die Tragedauer pro Tag, als auch für das Alter, bis zu dem getragen wird. Müde Kleinkinder können z.B. gut auf dem Rücken getragen werden, auch jenseits des 1 . Lebensjahres.

Ab wann kann/sollte ich auf dem Rücken tragen?

Allgemein ab guter Kopfkontrolle (ca. 4 Monate) und spätestens wenn das Baby schon schwer ist.

Wie ziehe ich uns im Winter an?

Trage immer unter deiner Jacke und verwende z.B. eine Jackenerweiterung, um sie zu schließen. Dann genügt bei deinem Baby Hauskleidung mit Mütze, denn ihr wärmt euch gegenseitig. Alle weiteren Fragen beantworten wir gerne – kommt in einen unserer Läden oder ruft uns an 🙂

Veröffentlicht unter Aktuelles, Elterninfo

Vorwarnung: eingeschränkter Support der alten Kumja Modelle ab 2018

veröffentlicht von Kerstin am 16. December 2017

Im Mai 2014 haben wir uns für eine tiefgreifende Modelländerung bei den Kumja Modellen entschieden. Kumjas und Adapter hatten bis dahin rote Reißverschlüsse. Ab Mai 2014 haben wir schrittweise auf grüne Reißverschlüsse umgestellt (zunächst beim Sonnenkumja, im Laufe des Jahres auch beim Winterkumja). Die grünen sind stärker (Größe 5 statt Größe 3) und höher belastbar als die roten – letztere waren öfter defekt und einfach zu schwach. Die Änderung war also notwendig, um eine gute Qualität sicherzustellen.

Rote und grüne Reißverschlüsse sind nicht miteineinander kompatibel. Bisher haben wir mit einem sogenannten Rot/Grün-Adapter sichergestellt, dass die “alten” Modelle weiterhin mit den “neuen” Adaptern zu nutzen sind (Rot/Grün-Adapter im Shop).

Näheres zu all dem kannst du hier erfahren: Modelländerung im Mai 2014

Dieser Rot/Grün-Adapter wird nicht mehr nachproduziert.

Der Grund dafür ist, dass eine Nachproduktion der roten Reißverschlüsse technisch in den kleinen Stückzahlen nicht mehr realisierbar ist, bzw. die Herstellung so teuer ist, dass der Verkaufspreis unangemessen hoch wäre. Wir haben noch Restmengen vom Rot/Grün-Adapter auf Lager. Wenn er dann ausverkauft ist, können wir ihn leider nicht mehr anbieten.

Als kleine Entschädigung und um den verständlichen Frust gering zu halten gilt bis auf weiteres folgendes Angebot:
Wenn du uns dein altes Modell mit roten Reißverschlüssen zukommen lässt, dann bekommst du einen Rabatt von 10 Euro auf den Kauf einer neuen Kumja Jackenerweiterung. Vorhandene Adapter mit rotem Reißverschluss tauschen wir ebenso kostenfrei in grüne Adapter des gleichen Typs um (also z.B. roter K8 gegen grünen K8).

Für eine gewisse Übergangszeit lohnt es sich auf jeden Fall, bei uns direkt anzufragen wenn du noch ein Modell mit roten Reißverschlüssen hast. Wir haben noch Restlagerbestände von Adaptern mit rotem Reißverschluss, und auch eine größere Menge von Adaptern zum Einnähen mit rotem Reißverschluss (Info zum Einnähadapter).

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Kumja HuckePack und spezielle Jacken

veröffentlicht von karo am 9. November 2017

Wenn Eltern ihr größeres Kind schon auf dem Rücken tragen und die Tage kälter werden, kommt die Frage auf, ‘was dem Kind anziehen?’.

Mit Kumja kommt das Baby, wenn es vorne getragen wird, bequem mit unter die Jacke, indem die Jackenerweiterung einfach vorne in den Jackenreißverschluss eingezippt wird. Doch was tun beim Rückentragen? Die Lösung ist Kumja HuckePack , das Einnähset, mit dem die eigene Jacke zum Rückentragen mit Kumja umgearbeitet wird. So kann sich auch beim Rückentragen das Kind mit unter die Jacke kuscheln.

Das Interesse am Kumja HuckePack ist groß, da die eigene Jacke weiter verwendet wird und man nicht auf teure Tragemode ausweichen muss, die oft auch nicht so warm hält, wie die eigene Winterjacke.

Hier zeigen wir euch an einem Beispiel, wie diese Umarbeitung aussieht. In diesem Fall hat sich die Kundin für den Nähservice entschieden.  Unsere professionelle Schneiderin Viktoria hat hier ein paar Arbeitsschritte auf Bildern festgehalten. Die Jacke hatte ein paar Besonderheiten, die aber gut gemeistert werden konnten 🙂

Unsere Beispieljacke von Schmuddelwedda hat eine waagerechte Schulterpasse, ein Taillenband und einen auslaufenden Schlitz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das geheime Zeichen für Tragling..

Da der Parka zwischen den Schulterblättern eine Naht hat (siehe Foto oben), war es besser, das obere Schnittteil über, statt auf die Schulterpasse zu nähen (siehe Foto unten). Das untere Schnittteil wird danach senkrecht verarbeitet.

Da genau in der Mitte das Tailienband im Weg ist, wurde hier improvisiert. Nach Absprache mit der Kundin haben wir dieses durchtrennt und stattdessen 2 neue Kordelenden aus Korkstoff angebracht, damit die Funktion nicht beeinträchtigt ist. Das untere Schnittteil musste – dem Schlitz angepasst – etwas auslaufend vernäht werden, damit hier später keine Formveränderung entsteht, wenn der Parka ohne Kumja genutzt wird.

Im Normalfall verläuft die Naht gerade nach unten, aber wie auf den unteren Bildern abgebildet, kann man bei Bedarf varriieren (hier eben auslaufend). Ist der HuckePack dann fertig eingenäht, bleibt lediglich ein ‘T’ zu sehen – das geheime Zeichen für Tragling 😉

 

Soll die Jacke ohne Kumja genutzt werden…

…hilft der im unteren Schnittteil eingenähte Reißverschluss, um die Jacke zu schließen (Fotos oben). Wird der Reißverschluss geöffnet, kann die Jackenerweiterung ganz bequem eingezippt werden (siehe unten) – so bleiben Träger und Tragling auch bei Minusgraden warm.

Wie warm ist der Winterkumja?

Tipp: Du interessierst dich für einen ausführlichen Blogbeitrag zum Thema HuckePack? Dann hier lang :)
Veröffentlicht unter (Baby)Tragen, Aktuelles, Anleitungen

Babytragen im Herbst & Winter

veröffentlicht von karo am 4. October 2017

Dein Baby im Tuch oder einer schnell angelegten Tragehilfe zu tragen ist eine echte Alternative oder Ergänzung zur Nutzung des Kinderwagens. Wir gehen hier auf die Vorteile ein und geben Tipps zur passenden Ausrüstung für Herbst und Winter.

Warum Tragen?

Begeisterte Eltern geraten öfters ins schwärmen, wenn sie erstmal vom Babytragen infiziert sind. Das liegt auch daran, daß Babys in aller Regel erheblich entspannter sind und weniger weinen, wenn sie getragen werden. Tatsächlich zeigte eine Studie, daß regelmäßig getragene Babys über den Tag verteilt um 43% weniger weinen als die nicht getragenen Säuglinge der Kontrollgruppe 1 ) .

Nähe und Geborgenheit sind ein Grundbedürfnis wie essen und trinken. Babys werden dabei in erster Linie nicht verwöhnt, sondern in ihrem Urvertrauen gestärkt. Somit wird eine sichere Bindung zur Bezugsperson (meist Mama & Papa) gefördert, was besonders für die Väter eine Chance ist, eine enge Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Darüber hinaus gibt es ganz praktische Vorteile beim Babytragen: Du bist mobil und kannst dich auch mit Baby frei bewegen und barrierefrei unterwegs sein. Das Kleine ist einfach und unkompliziert dabei – beim Shoppen, im Urlaub, beim Spazierengehen oder auf dem Weihnachtsmarkt.

1 ) Hunziker UA, Barr RG.: Increased carrying reduces infant crying: a randomized controlled trial. Pediatrics. 1 986 May; 77(5):641 -8

Womit Tragen?

Das Angebot an Tragehilfen wächst stetig und ist vielseitig.

Die Wahl muß nicht auf das klassische Tragetuch fallen. Es bietet zwar die meisten Möglichkeiten, beste Anpassbarkeit und die längste Nutzungsdauer, aber diese Vorteile kommen nur dann zum tragen, wenn bei dir auch die Bereitschaft und Lust zum Binden besteht.

Schnellere, gute Tragesysteme sind vergleichbar bequem und ergonomisch für dich und dein Kind. Diese haben in der Regel alle einen
Hüftgurt, einen Beutel für dein Baby und Schulterträger. Die Träger können entweder nach dem Prinzip “umgedrehter Rucksack” über Schnallen geschlossen werden – dann spricht man von einer “Vollschnallentrage” (Full Buckle – im Foto unten links). Oder die Träger werden über dem Rücken gekreuzt und vorne unter Babys Popo geknotet, was sich Halbschnallentrage nennt (Half Buckle – siehe Foto rechts).

Halbschnallen-Tragen sind prak- tischer und schneller, wenn sich Tragepersonen mit unterschiedlicher Größe abwechseln. Dieser Tragentyp wird nämlich beim Anlegen automatisch auf dich eingestellt. Viele Tragehilfen können einer dieser beiden Hauptgruppen zugeordnet werden. Welche Trage von welchem Hersteller am besten passt, hängt auch von Statur und Proportionen der Trageperson und des Babys ab. Und letztlich auch von Farb- und Designvorlieben. Wie beim Jeans- oder Schuhkauf hilft ein Besuch im Fachgeschäft weiter.

Was anziehen?

Bei Regen, Wind und Schnee ist beim Babytragen die richtige Kleidung wichtig. Grundsätzlich ist es eine gute Lösung, dein Baby mit unter deiner Jacke zu tragen. So teilt ihr die Körperwärme und es bleibt für beide kuschelig warm. Dazu kann eine übergroße Jacke angezogen werden (z.B. die vom Partner), oder eine spezielle Tragejacke, bei der der zusätzliche Platzbedarf gleich eingeplant ist. Einen hohen Komfort bietet eine Jackenerweiterung. Die wird über den Reißverschluss der Jacke verbunden und sorgt für die fehlenden Zentimeter.

Tipp: Eine Jackenerweiterung kann auch schon in der Schwangerschaft genutzt werden

Das Tragen unter der Jacke hat auch ganz praktische Vorteile: das Kind muß nicht extra dick angezogen werden. Kleidung, wie sie zu Hause getragen wird, reicht aus. Auch wenn dein Baby gerade in der Trage eingeschlafen ist und dann nicht mehr umgezogen werden kann und will, sind spontane Ausflüg e zu Fuß kein Problem. Werden beheizte Räume betreten – z.B. ein Supermarkt oder Café – kann die Jacke einfach geöffnet oder ausgezogen werden.

 

 

 

 

 

Das MamaMotion-Team wünscht einen erkältungsarmen Herbst & Winter!

 

 

Veröffentlicht unter (Baby)Tragen, Aktuelles, Elterninfo

Kind und Jugend 2017

veröffentlicht von karo am 27. September 2017

Wie letztes Jahr, war MamaMotion auch dieses Jahr wieder auf der internationalen Messe rund um Babys erste Jahre: der Kind und Jugend Messe in Köln.

Dort werden jedes Jahr aktuelle Marktneuheiten und Trends vorgestellt. Trotz vieler interessanter Produktneuheiten war uns der Besuch bei unseren Lieferanten am wichtigsten. Dennoch haben wir uns – als Spezialladen rund ums Babytragen – natürlich auch viel Zeit genommen um neue Tragehilfen zu testen, die in den nächsten Monaten in den Handel kommen, oder schon erhältlich sind.

Vorab können wir aber sagen: Der Trend geht zu Hybrid-Tragehilfen.

Hoppediz Nabaca

Eine Trage, 3 Beutel. Die Nabaca ist eigentlich ein Halfbuckle (Halbschnallen-Trage), lässt sich aber auch ohne ein Kreuz am Rücken, dafür mit Verbindungsschnalle – ähnlich bei bei einem Fullbuckle (Vollschnalle) – tragen. Je nachdem, wie komfortabel das Tragegefühl sein soll, können die Schulterträger getauscht werden. Dabei verändert sich der Winkel der Schulterträger, was bedeutet, dass die Träger entweder schmaler, oder breiter auseinander gehen.

Beim Testen ist uns als erstes die Ähnlichkeit zum Bondolino (auch von Hoppediz) aufgefallen. Die Trage ist mitwachsend, stark gepolstert und sehr bequem. Je nach Größe des Traglings, lässt sich der Beutel in 3 Größen austauschen.

Für die ganz Kleinen finden wir die Nabaca semioptimal, da ein wenig Spielraum im Rückenteil entsteht. Ab Größe 56/62 passt die Trage dann super. Die ersten Vorfüher gehen Anfang November raus. Wir schätzen 2018 wird es die Nabaca dann auch im Handel geben, erhältlich in 3 Farben (sand, grau und schwarz) für 159€.

Manduca XT

Fast jeder kennt den Namen Manduca. Diese (Vollschnallen) Trage war öfters Kritik ausgeliefert, weil der Steg nicht verstellbar ist und der Neugeborenen-Einsatz nicht sehr ergonomisch. Der Hersteller Wickelkinder hat zunächst mit Zubehörteilen reagiert (Size-It und Ellipse), welche die Trage auch tatsächlich optimieren. Als wir nun auf der Kind und Jugend dem Wickelkinder-Stand einen Besuch abgestattet haben, gab´s eine Neuigkeit – die Manduca XT.

Die Besonderheiten dieser Tragehilfe sind, dass es nun einen verstellbaren Steg und besser bedienbare Zugbänder an den Schultergurten gibt. Ein Neugeborenen-Einsatz wird bei der neuen Manduca nicht mehr gebraucht. Beim näherem Betrachten und Testen haben wir die XT also liebgewonnen. Sie ist bequem, lässt sich gut anlegen, unterstützt eine ergonomische (AHS)Haltung und ist mitwachsend 🙂  Unserer Meinung nach passt sie einem Kind etwa ab Größe 62, dafür dann aber deutlich länger als ihr Vorgänger. Wann genau die Trage auf dem Markt erscheint und wieviel sie dann kosten wird, ist noch nicht bekannt – wir lassen uns überraschen.

 

 

DIDYMOS DidyKlick

WrapCon trifft auf Halbschnalle. Als wir am DIDYMOS-Stand vorbeikamen wollten wir unbedingt den DidyKlick testen. Diese Tragehilfe passt ab Geburt und lässt sich mit der Hose-Bindeweise bis zum Ende der Tragezeit benutzen. Die Schulterträger werden dabei nicht unter den Beinen hindurch unter dem Po des Kindes geknotet, sondern über Beinen und Po aufgefächert und dann hinten geknotet.
Ein gepolsterter Hüftgurt mit einer Klick-Schnalle ist neu, ebenso der über den Hüftgurt verstellbare Steg. Die Kordel am Rückenteil (schon bekannt durch den DidyTai) übernimmt nun die Funktion, das Rückenteil zu verkleinern, sodass auch kleine Babys gestützt werden.

Wer gefächerte Träger und das strähnchenweise Festziehen der Schulterträger nicht mag, hat hier die Option sich stark gepolsterte Gurtpolster dazu zu kaufen. Das ist besonders beim Rückentragen ohne stark aufgefächerte Träger angenehm. Beim Testen – vorne und auf dem Rücken – fanden wir die Handhabung und den Sitz des DidyKlicks absolut klasse 🙂

Cybex Maira

Den größten Stand auf der Messe hatte wohl wieder Cybex 🙂 Als wir unseren kleinen persönlichen Rundgang beendet hatten, kamen wir zu Cybex diesjähriger Neuheit – der Maira.

Diese vom Design eher reduzierte Tragehilfe wird es gleich in 3 verschiedenen Ausführungen geben – einen Halfbuckle und zwei Fullbuckle. Kosten wird die Meira um die 130-140€. Da die Trageschule Hamburg eng mit Cybex zusammenarbeitet, wurde bei der Produktion natürlich darauf geachtet, dass eine Anhock-Spreiz-Haltung gewährleistet ist, auch für das Modell, welches zum Tragen nach vorne konzipiert wurde. Da wir das Tragen nach vorne nicht empfehlen, haben wir natürlich mal näher nachgefragt. Was uns dabei aufgefallen ist: Wenn die Kinder – nach Cybex Empfehlung – nach vorne getragen werden dürfen, sind sie doch eigentlich für den Träger schon zu schwer (ein Apell an den Beckenboden!).

Alles in allem können wir sagen, dass wir das Gespräch und die Kompetenz total super fanden und uns gefreut haben, dass Cybex den Hinweis für Größenbeschreibungen an Tragehilfen positiv angenommen hat.

Storchenwiege Slim

Aus dem netten Besuch bei Storchenwiege ging folgende Neuheit hervor: Der Storchenwiege-Carrier (eine Halbschnallentrage) in der Slimversion. Im Vergleich zum klassischen Storchenwiege Carrier hat die Slim Variante einen Hüftgurt zum Knoten und ist gedacht für sehr schmale Personen.

Hänschenklein Tücher

Am Hänschenklein-Stand haben wir die charmante Judith besucht und nebenbei ihre tollen Tücher begutachtet. Hänschenklein bietet nur Ring Slings und elastische Tücher an. Alle Tücher sind ausschließlich in Deutschland genäht und 100% vegan. Das hat folgenden Grund: Judith liegt Nachhaltigkeit sehr am Herzen. Die gewebten Tücher bestehen aus 100% Leinen. Ihre Designs sind schlicht, die Farben modern und das Packaging mit viel Liebe zum Detail. Wir würden uns aber freuen, wenn es in Zukunft auch noch Tragetücher von Hänschenklein geben wird.

 

Hier geht’s übrigens zum Messebericht vom letzten Jahr: MamaMotion goes Messe (Kind und Jugend 2016).

 

 

Veröffentlicht unter (Baby)Tragen, Aktuelles

Trageberatung ONLINE

veröffentlicht von karo am 21. September 2017

Da gibt es wohl geteilte Meinungen. Die einen denken ‘total toll’, die anderen sagen ‘boah nee!’.

Wir vom MamaMotion-Team haben uns schon was dabei gedacht! Auf die Idee sind wir gekommen, als diverse Retouren zurückkamen, mit dem Kommentar, dass die Einstellung nicht ganz eindeutig war.

Viele Kundinnen haben wenig bis keine Ahnung vom Babytragen, was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass sich in dem Baby- und (Klein-)Kindbereich ständig etwas tut. Der Kindersitz von heute ist auf einmal total überholt. Auch der schöne und vielleicht gar nicht so günstige Kinderwagen hat auf einmal ein Nachfolgemodell.

Neben der Zeit, die mit Familie, Hobby und Freunden, oder dem eigenen Haushalt verbracht wird, bleibt eher nicht Zeit für viel Recherche – Da kommen wir ins Spiel! Zumindest dann, wenn es um das Thema Schwangerschaft und Babytragen geht 🙂

Da wir neben unserem Online-Shop auch noch Ladengeschäfte führen, können wir das bestätigen und weil uns unsere Kundenzufriedenheit wirklich am Herzen liegt, wollen wir ab diesem Moment unsere (geschulte) Hilfe anbieten 🙂

Wer sich für eine Tragehilfe interessiert, Einstellungsbedarf, oder allgemeine Fragen und nicht die Möglichkeit hat, in eines unserer Ladengeschäfte zu kommen, ist herzlich Willkommen an unserer Tragehilfen-Online-Sprechstunde (jeden Donnerstag von 14:30-16:30 Uhr) teilzunehmen. Hier steht eine ausgebildete Trageberaterin zur Verfügung, die alle Fragen beantwortet, die man sonst gerne mal nachgoogelt.

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Benötigt wird dafür Skype und eine Webcam.

Anders als im Laden haben wir online leider nicht die Möglichkeit locker sitzende Schnallen manuell zu optimieren. Deswegen ist ein guter Blickwinkel für uns sehr wichtig. So können wir von Face-to-Face Hilfestellungen, oder Tipps geben. Ebenfalls können wir zeigen, wo noch festgezogen werden muss, oder wie wieder gelockert wird. Meistens reicht das schon aus, damit man danach ein besseres Tragegefühl hat. Auch allgemeine Fragen können in so einem Videotelefonat beantwortet werden. So fällt vielleicht die Entscheidung leichter, sich für ein Tragesystem zu entscheiden, wenn man noch gar keins hat, oder wechseln möchte.

Klar ersetzt das keine 1 zu 1 Beratung, aber zumindest erhoffen wir uns davon, dass mehr Eltern sicherer mit dem Baby unterwegs sind.

 

 

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Kleinkinder tragen?

veröffentlicht von karo am 7. September 2017

Wer sein Kind trägt, liegt voll im Trend. Überall und von fast jedem werden diese praktischen “Tragetaschen” oder “Tragegurte” empfohlen. Wir können das absolut bestätigen 🙂

Dabei ist es völlig egal, womit getragen wird. Hauptsache Träger und Tragling finden es bequem und fühlen sich wohl. Was aber klar ist: aus den meisten Tragehilfen wächst ein Baby irgendwann heraus – meistens dann, wenn unsere Traglinge nah am 1. Lebensjahr kratzen und zu Lauflingen heranwachsen.

Die gute Nachricht: Es gibt Tragehilfen-Ersatz, speziell für größere Kinder.

Trägt man größere Kinder noch, sodass sich eine Neuanschaffung lohnt?

Wir sagen ja! 🙂

Mit der größeren Mobilität wollen Kinder die Welt (endlich) alleine entdecken. Die wenigsten lassen sich dabei von der geplanten Route abbringen und wenn doch, dann bekanntlich nur mit viel Überredungskunst 😉 Auch das Schritttempo der Kleinsten entspricht in den meisten Fällen nicht den Vorstellungen der Eltern.

Aus persönlicher Erfahrung wissen wir Eltern, dass die meisten Lauflinge auch irgendwann mal müde werden und ausgerechnet dann keinen ‘Bock’ mehr auf Laufen haben. Der Buggy ist aus der Sicht des Kindes oftmals keine einladende Option.

Die Lösung?

Natürlich Tragen 😀

(Klein)Kinder sind selbstverständlich nicht immer nur müde, wenn sie getragen werden wollen. Es kommt durchaus auch mal vor, dass sie krank werden. Spätestens jetzt wollen die meisten auf den Arm und kuscheln. Daß man so ein relativ hohes Gewicht, dem eigenen Körper zuliebe, nicht lange auf dem Arm tragen kann, ist verständlich.

Ein weiteres Pro-Argument für einen Toddler-Carrier (Kleinkind-Tragesystem) ist das geringe Packmaß im Vergleich zum Buggy.

Besonders deutlich wird das in der Urlaubszeit, noch deutlicher dann, wenn man einmal versucht hat, einen Buggy durch Sand zu schieben. Möchten sich Kinder dann mal ausruhen, muss man sich nicht mit störrischen Rädern abkämpfen, sondern kann das Kind in die Trage nehmen. An belebten Orten gibt die Nähe beiden auch mehr Sicherheit  *Elterninfo: Mit Baby auf Reisen

Sollte man die Trage nicht mehr im Gebrauch haben, hat diese Anschaffung – genau wie ein hochwertiger Kinderwagen, ebenfalls einen guten Wiederverkaufswert.

Zusammengefasst können wir also behaupten, dass sich Tragehilfen auch für Kleinkinder lohnen.

Eine kleine Übersicht an Tragehilfen gibt es hier.

Veröffentlicht unter (Baby)Tragen, Ratgeber

Elterninfo: Tücher & Tragehilfen

veröffentlicht von karo am 30. August 2017

Es gibt ein stetig wachsendes Angebot an Möglichkeiten, sein Baby zu tragen. Dabei sucht man “die beste” Tragelösung, die für jeden die erste Wahl ist, allerdings vergebens.

Es sind eher individuelle Aspekte, die die Entscheidung beeinflussen. Ein grundsätzliches Kriterium ist aber, daß sich eine Trage dem Baby anpasst und nicht umgekehrt. Babys sitzen gesund und bequem mit gerundetem Rücken wie in einem Hängesessel, die Oberschenkel gut gestützt. Alle die hier gezeigten Tragehilfen erfüllen dieses Kriterium.

Das gewebte Tragetuch

Die vielseitigste Tragehilfe ist das klassische Tragetuch.

Es passt immer und jedem, ist ab Geburt geeignet, für alle Tragepositionen. Voraussetzung ist die Bereitschaft, die Bindetechnik zu lernen. Erst mit einem Grundverständnis für den Stoff wird das Tragen im Tuch komfortabel. Es gibt eine große Design- und Materialauswahl von verschiedensten Herstellern.

HalfBuckle

Am einfachsten im Handling ist für die meisten Eltern eine Tragehilfe, die am Hüftgurt über eine Schnalle geschlossen wird und deren Träger geknotet werden (“Halb-Schnallen-Trage”).

Dieses Prinzip hat auch Vorteile, wenn sich beide Eltern beim Tragen abwechseln und eine unterschiedliche Größe haben. Durch das Knoten wird die Trage automatisch beim Anlegen passend eingestellt. Je nach Modell sind HalfBuckles ab Geburt geeignet.

FullBuckle

Voll-Schnallen-Tragen sind wie ein vor dem Bauch getragener Rucksack aufgebaut und werden über Schnallen geschlossen und eingestellt.

Hier müssen also keine Knoten in lange Schulterträger gemacht werden, dafür ist auf eine gute Position und Erreichbarkeit der Rückenschnalle zu achten. Je nach Hersteller sind sie ab Geburt nutzbar.

Das elastische Tragetuch

Es besteht aus weichem, T-Shirt-artigem Material und kann im Vergleich zum klassischen Tuch etwas einfacher gebunden werden. Dafür ist es mit der vereinfachten Bindetechnik jedoch nur bis zu einem Gewicht von ca. 6-9 kg (ca. 3 – 6 Monate) praktikabel.

Ring Sling

Der Ring Sling ist ein kurzes Tragetuch, das als Schlaufe über eine Schulter getragen wird.

Mit Hilfe der Ringe wird das Tuch an das Kind angepasst. Der Sling kann schon ab der Geburt genutzt werden. Es ist damit das Tragen vor dem Bauch, auf der Hüfte und auf dem Rücken möglich. Aufgrund seiner relativ einfachen Handhabung ist er auch für Trageneulinge geeignet und schnell angelegt. Der Nachteil ist allerdings die einseitige Belastung.

Onbuhimo

Der Onbu hat keinen Hüftgurt.

Er ist deshalb leicht und kompakt. Geeignet ist er zum Tragen älterer Babys und Kleinkinder (ab Sitzalter) auf dem Rücken. Im Onbu kann hoch getragen werden und die Kinder können über die Schultern schauen. Ein schnelles An- und Ablegen ist möglich. Für Schwangere und Personen, die am Bauch empfindlich sind, sind Onbus besonders interessant.

Wrap Conversion

Eine “Wrapcon” besteht komplett aus Tragetuchstoff.

Breite, flache Träger zeichnen sie aus, die über dem Po des Kindes aufgefächert werden können. So ist diese Tragehilfe auch lange und mit größeren Kindern nutzbar.

Bei einer Trageberatung oder in einem Fachgeschäft für Babytragesysteme kannst du verschiedene Tragehilfen testen und die für dich beste Lösung finden. So steht einer bequemen Tragezeit nichts im Weg.

Veröffentlicht unter (Baby)Tragen, Aktuelles, Die Anhock-Spreizhaltung, Elterninfo, Ratgeber

Kumja Huckepack zum Rückentragen

veröffentlicht von karo am

Kumja steht für ‘Komm unter meine Jacke’. Die Jackenerweiterung lässt sich mit Hilfe unseres Adaptersystems an fast jede Jacke zippen. Das ganze funktioniert wie ein Baukasten: Du wählst das Kumja-Modell deiner Wahl und deine Lieblingsjacke/n und unser Auswahlassistent bestimmt den/die dazu passenden Adapter (im Laden machen das unsere Trageberaterinnen 🙂 ).

Unsere Jackenerweiterung kann aber auch zum Rückentragen verwendet werden. Dazu muß sie natürlich hinten irgendwie in die Jacke kommen. Und das funktioniert mit dem “Kumja HuckePack”.

Was genau ist der HuckePack?

Kumja HuckePack ist ein Einnähset mit vorbereiteten Schnittteilen, mit dem deine Jacke für das Rückentragen mit Kumja umgearbeitet werden kann. Ja richtig, die Jacke wird dabei hinten aufgeschnitten, aber ein Baby ist ja sowieso ein großer Einschnitt im Leben, oder :)?

Kumja HuckePack ist die individuelle Alternative zur neuen, speziellen Tragejacke (die je nach Modell etwa 100-300 Euro kostet), wenn du dein Kind auf dem Rücken tragen willst. Besonders bei deutlichen Minusgraden können normale, dicke Winterjacken um einiges wärmer sein als Tragejacken. Und du hast die freie Modellwahl, was bei Tragejacken nicht ganz so gegeben ist.

Du kannst entweder deine Jacke selber umarbeiten, oder uns die Jacke zuschicken.

In jedem Fall ist bei Kumja HuckePack die Jackenerweiterung selber nicht im Lieferumfang enthalten, die wird also zusätzlich benötigt. Typischerweise ist die Jackenerweiterung auch schon vorhanden, weil mit dem Tragen vorne begonnen wird und dann mit größerem Kind das Rückentragen interessant wird.

DIY – selber nähen

Selber nähen ist gar nicht schwer.

Bestell dir den Kumja HuckePack mit der Option “DIY”, wenn du dich der Herausforderung stellen möchtest. Du bekommst vorbereitete Belegteile für jeweils die waagerechte und senkrechte Öffnung und den Einnähadapter (=Adapter K1 mit zusätzlichem Reißverschluss zum Einnähen). Die detaillierte Anleitung kannst du als .pdf-Dokument herunterladen: HuckePack Anleitung auf deutsch. Hier kannst du schon mal einen Eindruck bekommen, welche Arbeitsschritte notwendig sind. Unser Feedback ist durchgehend positiv, mit der Anleitung ist das Nähen auch für Nähanfänger mit etwas Erfahrung gut machbar. 2-3 Stunden Zeit sind realistisch.

Lies hier Bewertungen zum HuckePack: http://www.mamamotion.de/huckepack.html#review-form

Und Feedback im Forum Stillen-und-Tragen.de ist hier zu finden: www.stillen-und-tragen.de/forum/viewtopic.php?f=3&t=163846

Einnähservice

Wenn du nicht selber nähen möchtest, kannst du komfortabel unseren Einnähservice in Anspruch nehmen.

Das läuft so ab: du bestellst den HuckePack mit der Option Einnähservice. Wir schicken wir dir per Mail einen Versandschein, mit dem du uns dann deine Jacke zuschickst. Der versicherte Hin- und Rückversand ist dabei im Preis inklusive und dauert per DHL jeweils 1-2 Tage.

Teil uns am besten mit, womit du trägst (Tuch oder Tragehilfe; welche), damit die Höhe beim Einnähen passend bestimmt wird. Du kannst uns alternativ auch ein Tragefoto schicken, dann können wir die Höhe abschätzen. Oder du machst eine Markierung an deiner Jacke, die zeigt, wo die Trageöffnung sein soll. Oder du teilst uns die Einnähhöhe ab Kragennaht als Maß mit – viele Wege führen zum Ziel 🙂

Normalerweise dauert das Einnähen mit Versand ca. 1 Woche. Im Winter kann es längere Wartezeiten geben – sprich uns bei Bedarf bitte an oder schau auf die Produktseite.

Welche Jacke?

Die umgearbeitete Jacke kannst du weiterhin normal tragen. Kumja wird einfach herausgezippt und die obere Öffnung über Druckknöpfe geschlossen. Bei schwarzen Jacken fällt das kaum auf. Auch die Wärmefunktion ist weiterhin gegeben.

Auch in Daunenjacken kann der Kumja HuckePack eingenäht werden (ein paar Federn wird die Jacke lassen, aber das ist ganz gut zu handlen 😉 ). Doppeljacken können als 1 Jacke verarbeitet werden. Dann bleiben Innen- und Außenjacke permanent verbunden. Alternativ kann auch jeweils in beide Jacke der HuckePack eingenäht werden. Das bedeutet natürlich doppelten Aufwand, dafür hast du praktisch 2 Tragejacken, die du auch separat verwenden kannst, oder gemeinsam.

Zu bedenken ist, daß regenfeste Funktionsjacken nach dem Umnähen am Rücken nicht mehr dauerhaft wasserdicht sind.

Falls du noch weitere Fragen hast, melde dich gerne 🙂

 

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