Ramie – der Stoff aus dem die MaMo ist

veröffentlicht von karo am 24. September 2018

Die Beutel, aufgefächerten Träger und die uni Kopfstützen und Gurtschoner bestehen aus Ramie.

Was ist Ramie und warum dieses Material?

Ramiefasern vom Stengel gelöst

Die Ramiepflanze

Die Fasern

Helle Fasern, einige Produktionsschritte später


Ramie ist eine Naturfaser, dem Leinen und Hanf sehr ähnlich, und wird aus einer Nesselpflanze traditionell in China hergestellt, 90% der Produktion passiert in China. Daher auch die Bezeichnung Chinagras.

Es hat viele tolle Eigenschaften: die Fasern sind 2-7 Mal länger als hochwertige (=lange) Baumwollfasern und 2-3 Mal dicker als Leinen- oder Hanffasern. Die Ramiefaser ist sehr reißfest, 7-8 Mal stärker als Baumwollfasern. Sie hat einen seidigen Glanz, sorgt für ein gutes Trageklima bei Hitze und Kälte und last not least: Ramie ist ein nachhaltiges Material. Denn für den Anbau der anspruchslosen Pflanze werden weder Pestizide benötigt noch muß bewässert werden. Weil die Fasern von Natur aus weiß sind, entfällt der Bleichprozeß. Die Transportwege von China zu unserer Produktionsstätte in Vietnam sind zudem vergleichsweise kurz.

Und Ramie überzeugt einfach optisch und haptisch – was wir immer wieder als Feedback bekommen.

 

Ramie und die Farbechtheit

Neuzustand vs. starke Sonneneinstrahlung

Der Stoff muß natürlich den strengen ÖkoTex Standard 100, Produktklasse 1 (Produkte für Babys), erfüllen. Darum wird die Farbe über Reaktivfärbung in den SToff gebracht.

Aber: die Farbe wird mit der Zeit heller und ist mit vertretbarem Chemieeinsatz nicht ganz so haltbar. Der Grad des Aufhellens hängt in erster Linie mit der Sonneneinstrahlung zusammen.

Unsere Tests der Farbechtheit (nach DIN EN ISO 105-B02*: 2014-11 Verfahren 5) ergeben den Wert 3-4 (Stand September 2018), was für Ramie ein gutes Ergebnis ist. Wir arbeiten natürlich daran, die Farbechtheit weiter zu verbessern, ggf. über eine Beimischung anderer Fasern.

Möglichkeiten

In erster Linie hilft es, die MaMo nicht unnötig Sonnenlicht auszusetzen (sie z.B. nicht unterwegs auf der “Hutablage” im Auto zu lagern).

Bei Beige und Aqua, den hellen Farbtönen, ist die Farbveränderung eher geringer. Diesen Umstand kannst du bei deiner Farbauswahl mit einfließen lassen.

Eine Option ist außerdem, die Teile nachzufärben. Das geht ziemlich einfach mit Farben aus der Drogerie (z.B. Simplicol), oder mit Naturfarben (z.B. von Livos).

Veröffentlicht unter Aktuelles

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